Was sind Glaubenssätze und wie entstehen sie?

Bei der psychotherapeutischen Arbeit mit meinen Klientinnen und Klienten fällt mir als Heilpraktikerin immer wieder auf, dass Schwierigkeiten, die wir im Leben als Erwachsene haben, oft Ergebnisse von Glaubenssätzen sind, die wir schon als Kind verinnerlicht haben.

Glaubenssätze haben nichts mit Religion zu tun. Glaubenssätze sind Lebensregeln und innere Überzeugungen. Sie werden uns früh von Eltern oder sonstigen Bezugspersonen vermittelt oder formen sich aus unseren eigenen Erfahrungen. Sie sind uns in der Regel nicht bewusst und werden von uns deshalb auch nicht hinterfragt. Sie haben einen erheblichen Einfluss auf die eigene Motivation, Entscheidungsfindung und Leistungsfähigkeit.
Glaubenssätze sind unser persönliches Modell der Welt, in der wir leben.

Warum sind Glaubenssätze wichtig?

Glaubenssätze sind aus Sicht der Psychotherapie wichtige Bausteine, weil sie häufig unser Leben bestimmen und damit großen Einfluss auf die psychische Gesundheit nehmen. Glaubenssätze richten das Leben und damit die persönliche Lebensführung bewusst und unbewusst aus. Daher ist es wichtig, diese individuell zu identifizieren, zu verstehen und gezielt mit ihnen zu arbeiten.

Welche Glaubenssätze gibt es?

Glaubenssätze können motivierend und stärkend wirken, in diesem Fall spricht man in der Psychotherapie von positiven Glaubenssätzen. Die Verankerung von positiven Glaubenssätzen schafft Resilienz und ist damit ein wichtiger Beitrag zur körperlichen und seelischen Gesundheit. Oft plagen wir uns aber mit limitierenden oder blockierenden Glaubenssätzen, die wir dann als negativ und häufig sehr belastend wahrnehmen.

Was sind negative Glaubenssätze?

Besonders in schwierigen Situationen hören wir unseren inneren Kritiker: „Alles was ich anfange, geht schief!“, „Ich bin nicht gut genug.“, „Ich bin einfach zu dumm.“ Als Heilpraktikerin für Psychotherapie spreche ich in diesem Zusammenhang von „negativen Glaubenssätzen“. Diese Beispiele für negative Glaubenssätze sind nur eine kleine Auswahl, haben jedoch eine grundsätzliche Gemeinsamkeit: Sie erzeugen und verfestigen ein negatives Selbstbild, welches auf Dauer die psychische Gesundheit beeinträchtigt.

Negative Glaubenssätze nehmen uns Möglichkeiten und beeinträchtigen uns in unserer Lebensqualität. Sie hindern uns daran, unser Potenzial voll auszuschöpfen.

Indem wir diese Sätze immer wieder denken, handeln wir auch entsprechend.

Was sind positive Glaubenssätze?

Glaubenssätze wie „Ich traue mir etwas zu.“, „Wenn ich will, kann ich alles schaffen.“, „Ich bin liebenswert.“, „Meine Meinung zählt.“ wirken motivierend und stärkend und ermöglichen es uns, so zu leben wie es uns entspricht. Wir sind in der Lage, uns neue Lebensziele zu setzen und sie zu erreichen. Natürlich ist auch dies nur eine beispielhafte Auswahl. In meiner psychotherapeutischen Betreuung erarbeite ich mit meinen Klientinnen und Klienten eine individuelle Liste von positiven Glaubenssätzen. Bei Beginn einer Psychotherapie werde ich nicht selten gefragt, ob sich einmal „erlernte“ oder „eingeschliffene“ Glaubenssätze, die möglicherweise schon während der Kindheit etabliert wurden, zu einem späteren Zeitpunkt überhaupt noch nennenswert veränderbar sind.

Die gute Nachricht: Unsere Glaubenssätze sind nicht die objektive Realität – wir können unsere Glaubenssätze verändern!

Im Gegensatz zu früheren Annahmen, weiß man heute, dass das menschliche Gehirn auch im Erwachsenenalter noch in der Lage ist sich anzupassen (Gehirnplastizität) und neue Denkmuster zu erlernen. Deshalb ist es auch möglich, die eigenen Glaubenssätze positiv zu verändern und sich diese neuen Denkmuster gezielt zur Gewohnheit zu machen. Eine moderne Psychotherapie bietet somit innovative und zuvor ungeahnte Möglichkeiten, um zu seelischer Gesundheit und einer positiven Lebensführung zu gelangen.

Negative Glaubenssätze auflösen, positive Glaubenssätze erkennen und aufbauen

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie in Darmstadt ist es mir ein wichtiges Anliegen, gemeinsam mit meinen Klientinnen und Klienten bereits etablierte Glaubenssätze zu erkennen. Zusammen finden wir heraus, welche positiven und negativen Glaubenssätze es bereits in ihrem Leben gibt, und wie sich diese in der Vergangenheit manifestieren konnten. Aus diesem Verständnis heraus begleite ich Sie dann dabei, die negativen Glaubenssätze zu ändern und aufzulösen. Gleichzeitig nutzen wir die Kraft von bestehenden und neu erarbeiteten positiven Glaubenssätzen und kommen so zu neuen und besseren Denkmustern, die im Laufe der Zeit zu ganz bewusst antrainierten und somit vorteilhaften Denkmustern werden.

Wenn Sie sich fragen, ob auch Sie es schaffen können, dann habe ich das folgende Zitat für Sie:

„Ob Du glaubst, dass du es kannst oder glaubst, dass du es nicht kannst, du wirst Recht behalten.“ (Henry Ford)

Positive Glaubenssätze können Ihr Leben nachhaltig verändern und dauerhaft verbessern. Ein positiver Glauben an sich selbst kann im wahrsten Sinne Berge bewegen und ist der Grundstein für seelische Kraft, psychische Resilienz und eine insgesamt positive Lebenseinstellung. Als Heilpraktikerin für Psychotherapie begleite ich Sie dabei gerne auf diesem Weg.

Wenn ich Ihr Interesse wecken konnte, freue ich mich darauf, von Ihnen zu hören.

Ihre
Andrea Rauer

Heilpraktikerin für Psychotherapie in Darmstadt